Donnerstag, 23. November 2017

Pichelsteiner Topf






Unser erstes Rezept bewegt sich auf der unklaren Grenzlinie zwischen Eintopf und Suppe. Und es ist ein Gemütlichkeitsrezept. Genau das richtige Essen, wenn draußen ein Dezembersturm die Bäume im Berliner Tiergarten fällt, die Nordsee über die Hamburger Deiche peitscht und in Frankfurt die Dachpfannen durch die Straßenschluchten schleudert. Und dann nachhause kommen und einen vollen, leckeren Teller Pichelsteiner futtern! Überhaupt ist Suppe fast immer Gemütlichkeitsküche, und auch Sozialwohltat. Suppe wird geteilt, Rumpsteak ißt man alleine. Suppe ist für den hart arbeitenden einfachen Mann, Rumpsteak für den Bestverdienenden.

Die Menge im Rezept reicht übrigens für ungefähr 4 Leute, dann aber ist auch alles weg.

Und so funktioniert es:

1.     Fleisch in ca. 1,5cm große Stücke formatieren. Waschen und abtrocknen. Zwiebeln schälen und in Halbringe schneiden.
2.     Butterschmalz o.ä. im Suppentopf erhitzen. Fleisch bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten anbraten. In den letzten 3 Minuten die Zwiebeln dazu.
3.     Jetzt erst würzen, und zwar Salz, Pfeffer und vor allem Maggi. Das Maggi ist das wichtigste an dem Rezept. Mit Maggi steht und fällt die ganze Pichelkiste. Gemüsebrühe hinzu. Aufkochen, dann aber Hitze herunter. Ungefähr 45 Minuten bei kleinerer Hitze. Das Fleisch sollte jetzt weich sein.
4.     In der Zwischenzeit Möhren in Scheiben, Kartoffel in große Stücke, Porree halbe Scheiben, vom Weißkohl die harten Mittelstrünke raus, in Stücke zuschneiden – ja, das ist alles viel Arbeit, aber wir sind hier nicht beim Fertiggericht.
5.     Nach den 45 Minuten bei 3. das Gemüse hinzufügen. Wieder mit Pfeffer und Salz würzen, jetzt aber auch Majoran und Muskat hinzurebeln. Und natürlich Maggi. Deckel drauf und weitere ca. 15-20 Minuten (Kartoffeln sollten weich geworden sein)
6.     Ofen aus, abschmecken, auf Teller servieren und Petersilie darüber.

Das war nicht schwer! Aber es ist doch sehr lecker!


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